23. September 2016 Artikel drucken Artikel versenden

Bundesweite Aktionen zum „Tag der Steuergerechtigkeit“

Vorankündigung: Demo in Berlin am Pariser Platz

Tag der Steuergerechtigkeit
Unter dem Motto „Tag der Steuergerechtigkeit – Gemeinsam.Zukunft.Steuern“ veranstaltet die Deutsche Steuer-Gewerkschaft am 28. September 2016 bundesweit Aktionen. Mit diesen soll auf Defizite im Steuervollzug, vor allem aber auf die Unverzichtbarkeit der Finanzverwaltung in einem demokratischen Rechtsstaat aufmerksam gemacht werden. In Berlin findet von 14:00 Uhr bis 15:30 Uhr eine Veranstaltung am Pariser Platz unweit des Brandenburger Tores statt.

Zusammen mit dem Berliner Landesverband der DSTG und der Bundesleitung unter Führung des Bundesvorsitzenden Thomas Eigenthaler soll mit einer anschaulichen Plakataktion unweit des Bundestages gegenüber der Öffentlichkeit deutlich gemacht werden, was in einem Staat passiert, wenn Steuern nicht vollständig erhoben werden, weil es z. B. an Finanzpersonal fehlt und sich dadurch ein Teil der Steuerzahler in die Büsche schlägt. Auch Themen wie Steuerflucht, Mini-Steuern für Großkonzerne oder internationale Tricksereien sollen angesprochen werden. Wir wollen deutlich machen, was ein Staat nicht leisten kann, wenn ihm Steuern im Umfang von jährlich mindestens 50 Milliarden Euro vorenthalten werden. Wir wollen aber z. B. auch herausstellen, dass abhängig Beschäftigte und Rentner jedes Jahr mit Hilfe von Risikomanagementsystemen vom Finanzamt überprüft werden, während etwa mittelgroße Betriebe nur alle 15 Jahre den Besuch des Finanzamtes zu befürchten haben. Bei der Aktion wollen wir mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen. Steuerbeamtinnen und Steuerbeamte wollen damit deutlich machen:

WIR SIND UNVERZICHTBAR – WIR SIND STEUERGERECHTIGKEIT.

Neben vernünftigen und verständlichen Steuergesetzen braucht es hierfür auch eine personell und technisch gut aufgestellte Finanzverwaltung. So wie die Polizei unverzichtbar für innere Sicherheit ist, so unverzichtbar ist eine Finanzverwaltung für Steuergerechtigkeit in Deutschland und Europa. Je mehr Steuern nicht korrekt bezahlt werden, umso weniger Sicherheit kann der Staat leisten, können Straßen und Wege nicht instand gesetzt werden, leidet die soziale Sicherheit und fehlt es an bezahlbarem Wohnraum und vielem anderen mehr. Wenn Steuern nicht vollständig erhoben werden, dann leiden wir alle darunter, am meisten der ehrliche Steuerzahler. Er bezahlt nämlich für die anderen mit. Als Finanzpersonal wollen wir aber nicht, dass der Ehrliche letztlich der Dumme ist. Und wir wollen, dass alle Unternehmen gleiche und faire Wettbewerbsbedingungen haben. Deshalb nehmen wir die Unterzeile in unserem Motto sehr ernst:

GEMEINSAM.ZUKUNFT.STEUERN

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