Öffentliche Veranstaltung in der Hansestadt Rostock

DSTG Mecklenburg-Vorpommern feiert 25jähriges Bestehen

DSTG Mecklenburg-Vorpommern feiert 25jähriges Bestehen
Foto: DSTG
Nicht nur die Deutsche Einheit jährt sich im Jahre 2015 zum 25. Male. Auch der DSTG Verband Mecklenburg-Vorpommern feiert ein Vierteljahrhundert seines Bestehens. Im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung am Rande einer Sitzung des Landeshauptvorstandes in Rostock (9. Oktober) wurde dieses besonderen „Geburtstages“ gedacht. Auch der DSTG-Bundesvorsitzende Thomas Eigenthaler war vor Ort und überbracht Dank und Glückwünsche des DSTG-Bundesverbandes.

In einer eindrucksvollen Ansprache, die einerseits die Vergangenheit Revue passieren ließ, aber auch den Blick in die Zukunft richtete, begrüßte der Vorsitzende des DSTG-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Frank Höhne, eingangs die zahlreich erschienenen Gäste. Ein besonderer Willkommensgruß galt dem Staatssekretär des Finanzministeriums in Schwerin, Peter Bäumer, der die erkrankte Ministerin Heike Polzin (SPD) vertrat und der ein Grußwort sprach. Mit von der Partie waren auch der Steuerabteilungsleiter Hinrich Seidel, der Vorsitzende des Beamtenbundes Mecklenburg-Vorpommern, Dietmar Knecht, der ebenfalls ein Grußwort an die Teilnehmer richtete, ferner nahezu alle Vorsteherinnen und Vorsteher sowie der DSTG-Bundesvorsitzende Thomas Eigenthaler, der aus Berlin angereist war.

In seinem Grußwort gratulierte der DSTG-Bundesvorsitzende herzlich zu einem Vierteljahrhundert konsequenter fachgewerkschaftlicher Arbeit. Er überbrachte die besten Wünsche der DSTG-Familie. Er dankte den Funktionsträgern und den Ortsverbänden für ihre erfolgreiche Arbeit unter den schweren Anfangsbedingungen nach der Wiedervereinigung. „Ihr könnt stolz sein auf das Erreichte“, so die Botschaft Eigenthalers, der die Unterstützung und das „offene Ohr“ des Dachverbandes auch für die Zukunft zusicherte. Er erinnerte auch daran, dass mit der Bundeskanzlerin und dem Bundespräsident zwei der höchsten Repräsentanten des Staates und dem jungen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern kämen.

Eigenthaler wies darauf hin, dass der Öffentliche Dienst in Deutschland unverzichtbar sei und in langen Jahren des Privatisierungswahns und des nackten Kostendenkens völlig unter Wert gehandelt worden sei. Politik, Medien und die Wirtschaft hätten den Öffentlichen Dienst als schöden „Kostenfaktor“ und als „Bürokratiemonster“ verdammt und verurteilt. Erst seit der Wirtschafts- und Finanzkrise, des Griechenland-Dramas und jetzt erst wieder bei der Bewältigung des Flüchtlingszustromes merke man, was ein funktionierender Öffentlicher Dienst wert sei. Unternehmerisches Versagen werde dagegen oft kritiklos ausgeblendet. Dies könne man jetzt wieder an den Skandalen um VW und die Deutsche Bank erkennen, wo man einzelne opfere, der Rest aber munter weiter machen dürfe. Dieses Versagen koste den Staat Milliarden, ohne dass irgendwelche Haftungsmechanismen griffen. Diese Unverzichtbarkeit des Öffentlichen Dienstes habe die DSTG erst jüngst in einem erfolgreichen „Tag der Steuergerechtigkeit“ gegenüber der Öffentlichkeit herausgestellt. Mit dem Titel „Zukunft.Gemeinsam.Steuern“ habe man der Öffentlichkeit deutlich machen können, dass ohne eine funktionierende Einnahmeverwaltung kein Staat und keine Politik zu machen seien. Unter dem Beifall der Zuhörer fordert Eigenthaler eine gute Bezahlung, ausreichend Stellen, eine leistungsfähige EDV und verständliche Steuergesetze, und er fügte hinzu: „Wir, die Finanzverwaltung, sind Steuergerechtigkeit!“

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