Besuch in der Elb-Metropole

DSTG intensiviert Gesprächskontakt mit Sachsens Finanzminister

Staatsminister Unland im Dialog mit den DSTG-Vertretern
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Zu einem ausführlichen Meinungsaustausch trafen sich am 21. Januar die DSTG-Landesleitung Sachsen zusammen mit dem DSTG-Bundesvorsitzenden Thomas Eigenthaler mit dem Finanzminister des Freistaates Sachsen, Professor Dr. Georg Unland (CDU). Der sächsische Staatsminister ist seit 2008 im Amt und wurde nach der jüngsten Landtagswahl erneut ernannt. Staatsminister Unland ist auch Vorstandsmitglied der TdL und damit einer der Hauptpersonen in der anstehenden Tarifrunde 2015 für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst der Länder. Minister Unland wurde von der stellv. Abteilungsleiterin Anita Hartung begleitet. Die DSTG-Delegation des Landesverbandes Sachsen wurde von deren Vorsitzenden Reinhold Mähne angeführt.

Zunächst gratulierten dem Gewerkschafter dem Staatsminister zu seiner erneuten Berufung in dieses schwierige und sehr verantwortungsvolle Amt. Der Fokus des inhaltlichen Dialoges lag dann auf den klassischen Landesthemen wie Stellenzahl in der Finanzverwaltung, strukturelle Besoldungsfragen wie Stellenhebungen und damit verbundene Beförderungsmöglichkeiten, Unterbringungsfragen sowie die Notwendigkeit der Telearbeit. Auch das Thema Ausbildung und Demografie nahm einen starken Raum ein. Die DSTG-Vertreter aus Sachsen und der Bundesvorsitzende wiesen energisch auf die große Lücke zwischen Personalbedarfsberechnung einerseits und tatsächlicher Ist-Ausstattung andererseits hin, stießen jedoch bei dem seit Jahren sehr stark von Haushaltsdisziplin geprägten Staatsminister auf wenig Gegenliebe. Nichts desto trotz wiesen die DSTG’ler konsequent auf die hohe Arbeitsbelastung, auf die älter werdende Belegschaften und die damit verbundenen strukturellen Krankenstände hin. Einig war man sich wiederum, dass dem Thema Tele-Arbeit In Zukunft noch mehr an Gewicht beizumessen ist.

Der Staatsminister wiederum konnte mitteilen, dass man bei der Unterbringung der Ämter begonnen habe, bessere Standards festzulegen. Übereinstimmend war man der Auffassung, dass man bei der Frage „Ausbildung“ noch intensiver zusammen arbeiten könne. Fragen der Demografie in den Ämtern, der Gewinnung von Anwärtern, die Qualität von Bewerbungen, die Situation in der theoretischen und praktischen Ausbildung, das Projekt „Finanzamt und Schule“, Übernahmeschnitte für Anwärter sowie Einsatzmöglichkeiten wurden auf konstruktive Weise erörtert, ja man sah sogar die gemeinsame Notwendigkeit, hier den Dialog kurzfristig weiter auszubauen um nach Optimierungsmöglichkeiten in den genannten Bereichen zu suchen.

Hervorzuheben ist, dass das Gespräch im Geiste gegenseitiger Wertschätzung und in sehr konstruktiver Art und Weise geführt wurde. Es soll – wie erwähnt – alsbald mit dem Schwerpunkt Ausbildung weiter geführt werden. Zusätzlich wurde festgelegt, dass wichtige Einzelfragen ergänzend zwischen der DSTG und den Fachleuten des Ministeriums weiter diskutiert und bearbeitet werden. Zudem hat der Bundesvorsitzende den sächsischen Staatsminister dazu eingeladen, auf der Sitzung des Bundeshauptvorstandes in Görlitz im November die Festrede zu halten. Ferner wird der Minister auf Bitte des Bundesvorsitzenden beim Deutschland-Turnier der Finanzämter im Jahre 2018 in Chemnitz die Schirmherrschaft übernehmen. Sachsen wird auf diese Weise erneut seine bisherige Rolle als guter Gastgeber wirkungsvoll unterstreichen können.

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