Einkommensrunde 2014 mit Bund und Kommunen

Tarifeinigung erzielt

In der dritten Verhandlungsrunde am 1. April 2014 hat sich der dbb beamtenbund und tarifunion mit den Arbeitgebervertretern des Bundes und der Kommunen (VKA) auf einen Tarifabschluss geeinigt, der Einkommenssteigerungen nach Berechnung des dbb in einem Gesamtvolumen von 5,7 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Mona-ten vorsieht.

Die Einigung umfasst folgende lineare Erhöhungen der Tabellenentgelte:

  • ab dem 01. März 2014 um 3,0 Prozent – mindestens aber 90 Euro
  • ab dem 01. März 2015 um weitere 2,4 Prozent.
  • Die Laufzeit beträgt 24 Monate - bis zum 29. Februar 2016.

Die Bundestarifkommission (BTK) des dbb hat den Tarifkompromiss ausführlich und kontrovers diskutiert. Insbesondere die Werthaltigkeit der sozialen Komponente in Form eines Mindestbetrages wurde ausführlich beleuchtet. Schließlich kam die BTK zu dem Ergebnis, dass die soziale Komponente mit einem 90-Euro-Mindestbetrag eine spürbare Entgelterhöhung für die unteren Einkommensgruppen darstellt, die von der allgemeinen Erhöhung der Lebenshaltungskosten in besonderer Weise be-troffen sind. Insgesamt leistet der Abschluss einen wichtigen Beitrag, den öffentli-chen Dienst konkurrenzfähig zu halten. Die Einkommenserhöhung ist für alle Tarif-beschäftigten des Bundes und der Kommunen spürbar.

Ausführliche Informationen und wichtige Dokumente - darunter die vollständige Ta-rifeinigung sowie die neuen vorläufigen Entgelttabellen - stehen unter www.dbb.de zum Download zur Verfügung. Die Tarifeinigung ist mit einer Erklärungsfrist bis zum 30. April 2014 versehen. Für die DSTG waren in der Verhandlungskommission des dbb der Vorsitzende der DSTG-Tarifkommission und stellv. Vorsitzende der Geschäftsführung der dbb-BTK Karl-Heinz Leverkus und der stellvertretende Vorsitzende der DSTG-Tarifkommission Hans-Henning Merker (LV Thüringen) eingebunden. Des Weiteren waren für die DSTG Dorin Waßmann (LV Sachsen-Anhalt) und Friedhelm Thomas (BV Westfalen-Lippe) an den Verhandlungen beteiligt.

Der Zweite Vorsitzende des dbb beamtenbund und tarifunion, Willi Russ, machte deutlich, dass der Wert des Tarifkompromisses erst dann abschließend bewertet werden könne, wenn die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung auf die Beamtinnen und Beamten des Bundes umgesetzt ist: „Wer einen einheitlichen und starken öf-fentlichen Dienst will, darf hier nicht zögern“, betonte der dbb-Verhandlungsführer vor der Presse.

Der Vorsitzende der DSTG-Tarifkommission und stellv. Vorsitzende der Geschäfts-führung der dbb-BTK Karl-Heinz Leverkus hat die Tarifeinigung nicht zuletzt des-halb als guten Kompromiss und Erfolg bewertet, weil die Forderungen des dbb vom 11. Februar 2014 weitestgehend umgesetzt werden konnten.

Der gefundene Tarifkompromiss für die Beschäftigten des Bundes und der Kommu-nen ist gleichzeitig ein Signal für die Einkommensrunde 2015 mit der Tarifgemein-schaft deutscher Länder (TdL). Die Laufzeit des Tarifabschlusses mit der TdL vom 09. März 2013 endet am 31. Dezember 2014.

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Chronik Tarifkommission: Frank Radel / pixelio.de
Einkommenstabellen: Jürgen Oberguggenberger / pixelio.de
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