DSTG im Dialog mit Spitzenbeamten der Steuerverwaltung

DSTG im Dialog mit Spitzenbeamten der Steuerverwaltung
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Auf Einladung des DSTG-Bundesverbandes trafen sich (25. März) Spitzenbeamte aus der deutschen Steuerverwaltung mit der DSTG-Bundesleitung und dem Bundesgeschäftsführer in den Räumen der Berliner Bundesgeschäftsstelle. Die DSTG konnte fast alle Oberfinanzpräsidenten, die Präsidenten von Landesämtern, zahlreiche Leiter der Steuerabteilungen in Finanzministerien aus Ländern ohne Mittelbehörden sowie die Präsidenten des Bundeszentralamtes für Steuern sowie der Bundesfinanzakademie begrüßen. Schwerpunktthema der mehrstündigen Unterredung war die Zukunft der deutschen Steuerverwaltung.

Das Gespräch fand in einer sehr konstruktiven Atmosphäre statt und bot Gelegenheit, alle aktuellen und drängenden Fragen aus Sicht der Führungskräfte der Steuerverwaltung und der DSTG-Spitze anzusprechen. Zentrale Themen waren etwa die Zusammenarbeit mit dem Bundeszentralamt, der Sachstand beim weiteren Aufbau der Bundesbetriebsprüfung, Fragen der Nachwuchsgewinnung und mögliche verwaltungspraktische Folgen bei einer bundesweiten Reform der Einheitsbewertung und der Grundsteuer. Angesprochen wurden auch Fragen der vorausgefüllten Steuererklärung, der elektronischen Abgabe von Steuererklärungen sowie Chancen und Risiken einer „Selbstveranlagung“. Dazu wurde auf ein interessantes Symposium verwiesen, welches am 9. April in der rheinland-pfälzischen Landesvertretung unter Beteiligung des Mainzer Finanzministers Dr. Carsten Kühl und des DSTG-Bundesvorsitzenden Thomas Eigenthaler stattfindet.

Sehr breiten Raum nahm das Thema „EDV und Steuerverwaltung“ ein. Allen Beteiligten war völlig klar, dass ohne EDV eine Steuerverwaltung unter den Bedingungen einer Massenverwaltung völlig undenkbar sei. Auch der Weg zu einer bundeseinheitlichen Software (Vorhaben KONSENS) ist nach übereinstimmender Auffassung richtig. Andererseits treten in der Praxis fast täglich Schwierigkeiten unterschiedlichster Art auf, die von den Beschäftigten als „Sand im Getriebe“ empfunden werden. Während Fachleute oft einen Mix unterschiedlicher Gründe (Hardware, Software, Leitungskapazität, Serverumfang) bilanzieren, entsteht wiederum bei „Usern“ das Gefühl von Hilflosigkeit. Die DSTG-Vertreter legten dar, dass gerade dieses subjektive Gefühl selbst bei hoher Motivation zu einem starken Stressfaktor führe.

Alle Beteiligten bewerteten das Gespräch als notwendig, wichtig und sehr informativ. Der Dialog soll in dieser Form auch in Zukunft fortgesetzt werden.

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