DSTG-Chef vermisst bei Großer Koalition den Willen zur Steuervereinfachung

Thomas Eigenthaler
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In einem Interview mit der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG (9. Januar) kritisierte der Bundesvorsitzende der Deutschen Steuer-Gewerkschaft Thomas Eigenthaler erneut, dass es im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD keine konkreten Vereinbarungen zum Thema Steuervereinfachung gibt. Zu der im Vertrag enthaltenen Aussage, dass Deutschland „ein zeitgemäßes und wettbewerbsfähiges Steuerrecht“ habe, sagte Eigenthaler: „Da lachen ja die Hühner. Jeder weiß, dass das nicht stimmt“.

Zugleich dämpfte Eigenthaler Hoffnungen in der Politik, dass mehr Elektronik im Steuerverfahren wesentliche Arbeitserleichterungen mit sich bringe. Der Weg zu einem Ausbau der elektronischen Steuererklärung sei im Grundsatz richtig, da man wegkommen müsse von einer ständig zunehmenden Papierflut. Nur, so Eigenthaler, müssten dann die dem Finanzamt übermittelten Daten auch stimmen. Das sei oft nicht der Fall. „Am Ende sind wir dann im Finanzamt die Buhmänner“. Er verwies darauf, dass beispielsweise die elektronische Lohnsteuerkarte („ELSTAM“) zweimal verschoben werden musste, bis das Verfahren endlich Anfang 2013 in Kraft treten konnte. „Das hat die Finanzämter zeitweise fast zum Zusammenbruch gebracht und sorgt immer noch für Ärger“, so der DSTG-Vorsitzende.

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