28. September 2018 Artikel versenden Artikel drucken

49. Kongress der Union des Finanzpersonals in Europa (UFE) in Dublin

DSTG gibt europäischer Gewerkschaftsarbeit zukunftsweisende Impulse

Union des Finanzpersonals in Europa (UFE)
Fotos: DSTG
Authentische Informationen von Betroffenen sind stets die wertvollste Erkenntnisquelle zur Meinungsbildung und fundierten Beschlussfassung. Und so kamen die Delegierten der Mitgliedsgewerkschaften der Union des Finanzpersonals in Europa (UFE), die mehr als 400 000 Steuer- und Zollbeamte repräsentieren, auf Einladung der irischen Mitgliedsgewerkschaften mit großem Interesse nach Dublin. Nahe der nach dem Brexit entstehenden einzigen europäischen Landaußengrenze zum Vereinigten Königreich erläuterten die irischen Kollegen die Herausforderungen, vor die sich ihre Zollverwaltung durch die neu einzurichtende 500 Km-Landgrenze gestellt sieht. UFE-Vizepräsidentin Lorna Merry aus England komplettierte das Bild aus der anderen Perspektive durch die Darstellung der im Raum stehenden Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen für die Steuer- und Zollverwaltung in ihrem Land durch den Brexit.

Prall gefüllte Tagesordnungen mit steuer- und zollverwaltungsspezifischen Thematiken und Problematiken sorgten im weiteren Verlauf der Tagung für rege Erörterungen und Diskussionen, mündeten wie üblich aber auch in konkreten Positionierungen der UFE wie auch der Formulierung von Forderungen. Zusammengefasst in einer Entschließung des UFE-Kongresses werden die Positionen und Forderungen der UFE in den politischen Meinungsbildungsprozess der europäischen Institutionen eingespeist und in die Gesetzgebung eingebracht.

Neben der intensiven Sacharbeit standen bei diesem Kongress aber auch die alle vier Jahre stattfindenden Präsidiumswahlen auf der innerorganisatorischen Agenda. Diesmal mit besonderer Spannung erwartet, weil der bisherige Präsident Serge Colin aus Frankreich nach 8 Jahren Amtszeit angekündigt hatte, nicht erneut zu kandidieren. Im Vorfeld von seinen UFE-Amtskollegen nachgefragt, hatte DSTG-Bundesvorsitzender Thomas Eigenthaler erläutert, selbst nicht das Präsidentenamt anzustreben, um durch die frühzeitige Übertragung von Verantwortung einen rechtzeitigen Generationswechsel zu ermöglichen. Eine Absicht, die von den UFE-Präsidiumskollegen als zukunftsweisend begrüßt wurde. Und so bestand die DSTG-Delegation in Dublin aus dem stellvertretenden DSTG-Bundesvorsitzenden Florian Köbler als Kandidaten für das höchste Amt. Aber auch im Hinblick auf den Anteil weiblicher Delegierter war die DSTG vorbildlich aufgestellt. Mit der stellvertretenden Bundesvorsitzenden Andrea Sauer-Schnieber und der Vorsitzenden der DSTG-Bundesfrauenvertretung, Milanie Hengst, vertraten zwei hochrangige DSTG-Vertreterinnen die Interessen der Frauen auf europäischer Ebene.

Bei den im Rahmen der Komiteesitzung stattfindenden Präsidiumswahlen wurde Alleinkandidat Florian Köbler in geheimer Abstimmung einstimmig zum neuen UFE-Präsidenten gewählt. DSTG-Bundesvorsitzender Thomas Eigenthaler stand jedoch erneut für das Amt eines UFE-Vizepräsidenten zur Verfügung, eine Funktion, die er bereits seit 2011 innehat. Die Delegierten votierten einstimmig für ihn. Mit den weiteren Vizepräsidenten Arnaud Picard/Vorsitzender Zollausschuss (FR), Lorna Merry (GB), Dermot Brown (IE), Didier Jasselin /Vorsitzender Steuerausschuss (FR), Christian Faber (LU), Paulo Ralha (PT) und UFE-Generalssekretär Rafael Zender ist das UFE-Präsidium für die Zukunft bestens gerüstet.

 

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