Einkommensrunde 2017: DSTG steht hinter dbb-Forderung

Einkommensrunde 2017: DSTG steht hinter dbb-Forderung
Fotos: DSTG
Unter Beteiligung der DSTG haben sich die Gremien des dbb am 14. Dezember auf eine Forderung für die im Januar 2017 beginnende Einkommensrunde für die Beschäftigten der Länder verständigt. Die Linearforderung beträgt 6 Prozent. Auch soll eine spürbare soziale Komponente verhandelt werden.

Weitere Forderungen sind die stufengleiche Höhergruppierung, ein zeitnaher Einstieg in die Weiterentwicklung der Entgeltordnung TV-L, die Übernahme der Auszubildenden sowie ein überproportionaler Anstieg der Auszubildendenentgelte. Der Einkommensrückstand gegenüber den Beschäftigten von Bund und Kommunen muss beseitigt werden. Darüber hinaus verlangt der dbb einen Einstieg in Stufe 6 ab Entgeltgruppe 9.

In Berlin berieten der dbb Bundesvorstand, die dbb Bundestarifkommission und die dbb Grundsatzkommission für Besoldung und Versorgung über das Gesamtpaket, das den Arbeitgebern in der ersten Verhandlungsrunde präsentiert wird, die am 18. Januar in Berlin stattfindet. Als weitere Termine stehen die zweite Verhandlungsrunde am 30/31. Januar 2017 und die dritte Verhandlungsrunde am 16./17. Februar 2017 jeweils in Potsdam fest.

In die Beratungen war das Feedback aus den Reihen der Beschäftigten, die dbb und DSTG in den vergangenen Monaten bei Branchentagen gesammelt hatten, eingeflossen. Branchentage in der Finanzverwaltung fanden am 28. November in Stuttgart und am 8. Dezember in Gelnhausen statt (wir berichteten).

An vorderer Front in der Einkommensrunde 2017 steht auch DSTG-Bundesvorsitzender Thomas Eigenthaler in seiner Funktion als stellvertretender dbb-Bundesvorsitzender. Mit am Verhandlungstisch sitzt der DSTG-Vize Karl-Heinz Leverkus als Mitglied der Geschäftsführung der dbb Bundestarifkommission. Ferner gehören der dbb-Verhandlungskommission für die DSTG Reiner Küchler, Hans-Henning Merker und Dorin Wassmann an. An der heutigen Forderungsfindung war auch das Mitglied des dbb-Bundesvorstandes, DSTG-Vize Andrea Sauer-Schnieber, beteiligt.

Der DSTG-Bundesvorsitzende verwies im Zusammenhang mit dem geforderten Einkommensplus auf die besonders hohen Anforderungen an die Beschäftigten in den Finanzbehörden. Immer mehr Steuerfälle, ein immer komplizierteres Steuerrecht und eine unzureichende EDV-Ausstattung prägten seit Jahren den Arbeitsalltag. Dennoch seien die Beschäftigten leistungsbereit. Dieser Einsatz müsse sich in einer fairen Bezahlung niederschlagen, und zwar sowohl im Beamten- als auch im Tarifbereich. Wörtlich erklärte er in Berlin: „Fest steht schon jetzt, dass das Tarifergebnis auf die Beamtinnen und Beamten zeit- und inhaltsgleich übertragen werden muss.“

Für einen entschlossenen Kampf um einen guten Tarifabschluss warb der Vorsitzende der DSTG-Tarifkommission Leverkus, der betonte, die Bezahlung der Landesbeschäftigten müsse mit denen des Bundes und der Kommunen Schritt halten. „Wenn die Tarifgemeinschaft der Länder auf ein weiteres Auseinanderdriften bei den Entgelten setzt, muss sie mit unserem nachdrücklichen Widerstand rechnen.“ Durch eine weiter verschlechterte Bezahlung verkommen die Landesverwaltungen gegenüber der Bundes- und Kommunalverwaltung zu einem unattraktiven Arbeitgeber. Es gehe auch für die Finanzverwaltung darum, im Wettbewerb um die besten Nachwuchskräfte nicht das Nachsehen zu haben. Dringend erforderlich ist aus seiner Sicht eine verbesserte Eingruppierungsregelung in der Steuerverwaltung. Darum begrüßt er die Forderung nach einem Einstieg in die Weiterentwicklung der Entgeltordnung TV-L.

 

Bildquellen:
Banner: rawpixel.com/shutterstock.com
Chronik Tarifkommission: Frank Radel / pixelio.de
Einkommenstabellen: Jürgen Oberguggenberger / pixelio.de
Jugend: MS / pixelio.de
Mitglieder Tarifkommission: S. Hofschlaeger / pixelio.de
Rechtsschutz: Dieter Schütz / pixelio.de
Senioren: Petra Bork / pixelio.de
Veranstaltungen (Frauen): Rainer Sturm / pixelio.de
Recht & Geschlecht: Thorben Wengert / pixelio.de